Betroffene

Rund 10% aller Patienten, die eine offene Operation im Bereich des Bauches hatten, erleiden im darauffolgenden Jahr einen Narbenbruch. Das ist umso wahrscheinlicher, je höher der Patient körperlichen Belastungen ausgesetzt ist – seien es berufliche oder sportliche Belastungen. In manchen Fällen führt auch Übergewicht zu einem Narbenbruch oder eine vertikale Schnittführung während der zurückliegenden Operation.

Ursachen und Anzeichen für einen Narbenbruch

Vernarbtes Gewebe hat andere Eigenschaften als das umliegende Gewebe. Es ist fester und weniger flexibel. Durch diese Unterschiede in der Festigkeit, kann im Bereich einer Operationsnarbe ein Narbenbruch – oder auch „Narbenhernie“ – entstehen. Von außen wird eine Wölbung sichtbar. Je nach Ausprägung verschwindet sie wieder im Liegen.

Unter der Haut passiert folgendes : Durch die sogenannte Bruchpforte tritt das Bauchfell aus und schiebt sich unter die Haut. Erste Schmerzen treten auf und die Wölbung kann sich weiter ausdehnen. In schwerwiegenden Fällen tritt ein Teil des Darms aus und wird in der Bruchpforte eingeklemmt. Dann kann es zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss kommen, der umgehend operativ behandelt werden muss.

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